Quellen

Häuser

Basis des vorliegenden Häuserverzeichnisses ist die Volkszählung von 1905. Allerdings sind einige Häuser, z.B. Nr. 36 und 37, darin nicht aufgeführt, obwohl sie bereits 1895 und auch nach 1905 genannt werden. Deshalb enthält das Verzeichnis auch die bereits 1884 (Adressbuch Silschede) und 1895 (Volkszählung) vorhandenen Häuser.

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Im ersten Schritt mussten die Hausnummern konkreten Gebäuden zugeordnet werden. Da keine alten Lagepläne aufzufinden waren, gab es dabei diverse Schwierigkeiten. Hilfreich war, dass die ab 1884 gültige Nummerierung einem Schema folgte (Geschichte der Hausnummern). So konnten Häuser zwischen bereits bekannten Gebäuden leichter gefunden werden.

Häuserverzeichnis Silschede 1958
Die beste Hilfe war das von der Gemeinde Silschede 1958 erstellte Verzeichnis, das alle damals neu vergebenen Straßen und Hausnummern enthielt, mit der Angabe der ursprünglichen Hausnummer (s. Bild). Leider gab es hier Probleme:
  • Nicht alle alten Hausnummern sind aufgeführt, weil die entsprechenden Häuser 1958 nicht mehr existierten, z.B. Nr. 6.
  • Die Liste enthält Fehler. Im unten gezeigten Auszug ist die Nr. 98 ½ zweimal genannt; für die Adresse Haßlinghauser Str. 13 ist die richtige Hausnr. jedoch 97 ½.
  • Manche Straßen wurden 1970 – im Zuge der Eingemeindung nach Gevelsberg – umbenannt und die Häuser erhielten erneut andere Nummern. So hatte z.B. die oben dargestellte Nr. 98 im Jahre 1958 die Adresse „Haßlinghauser Str. 3“ und 1970 die Adresse „Schwelmer Str. 101“. Eine Liste über die Zuordnung der vor und nach 1970 gültigen Adressen existiert jedoch nicht.
  • Personen

    Der Zuordnung von Bewohnern zu ihren Häusern lagen alte Adressbücher, Volkszählungen, und die Sterberegister des Standesamts Silschede, Amt Volmarstein, zugrunde. Ein Großteil der Unterlagen des Amts Volmarstein ist jedoch verschollen. Zusätzliche Quellen waren die Kirchenbücher der ev. Gemeinden Silschede und Wengern sowie der kath. Kirchengemeinde St. Josef in Haßlinghausen. Bei der Nutzung dieser Quellen wurde natürlich auf den Datenschutz geachtet. Deshalb sind nur solche Personen erfasst, deren Heiratsdatum mind. 70 Jahre oder deren Sterbedatum mind. 30 Jahre zurück liegt, oder deren Daten in öffentlichen Verzeichnissen (z.B. Adress- oder Telefonbüchern) zu finden sind.

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    Die Register liefern – für sich genommen – lediglich Daten zu einzelnen Ereignissen, also Taufen, Trauungen und Sterbefällen. Aus diesen Einzeldaten ganze Familien zusammen zu stellen, war eine gewaltige Aufgabe für sich; auf die dabei entstehenden Probleme soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden. Das Ergebnis ist jedenfalls das „Ortsfamilienbuch Silschede“ zum Ortsfamilienbuch). Aber das Verfahren hat Lücken: manche Kinder sind nicht in Silschede, sondern in Wengern oder Haßlinghausen getauft oder beerdigt worden, oder Eheleute haben sich nicht in Silschede, sondern am Heimatort von Braut oder Bräutigam trauen lassen.

    Das Hauptproblem sind die oftmals gleichen Vor- und Zunamen innerhalb einer Sippe. Die Angabe aus der Volkszählung 1905, Haushaltsvorstand im Haus Nr. 76 sei ein „Heinrich Wiggershaus“ gewesen, hilft allein nicht weiter: in den Unterlagen finden sich 9 Silscheder diesen Namens. Also muss man weiter eingrenzen: alle nach 1890 geborenen Personen scheiden aus, alle vor 1905 verstorbenen ebenfalls. Den entscheidenden Hinweis liefert aber eine weitere Angabe aus der Volkszählung: die Zahl der männlichen und weiblichen Personen im Haushalt (hier: 6m, 2w). Gesucht wird also ein Heinrich und seine Frau mit 5 Söhnen und 1 Tochter; allerdings können es auch 1 oder 2 Kinder weniger sein, weil vielleicht der Großvater oder die Großmutter noch mit im Haushalt leben. Zusätzlich ist zu beachten, dass ältere Kinder schon wieder als eigener Haushalt zählen, wenn sie vor 1905 geheiratet haben. Manche Kinder, in den Taufregistern enthalten, sind bereits vorher verstorben. Es müssen also wirklich alle kirchlichen Ereignisse miteinander verknüpft werden.

    Benutzte Quellen

    Neben den aufgeführten Quellen haben zahlreiche Silscheder in Gesprächen, durch Fotos oder anderes Material wertvolle Beiträge für diese Seiten geliefert.

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    • Adressbuch für den Kreis Ennepe-Ruhr-Süd, Ausgabe 1949/50
    • Adressbuch für den Ennepe-Ruhr-Kreis, Ausgabe 1960                
    • Adreß- und Geschäftsanzeiger für den Kreis Hagen 1884/85, Gemeinde Silschede
    • Amt Volmarstein: Amtliche Karte des Amts Volmarstein 1937
    • Amt Volmarstein: Straßenbenennung und Hausnummerierung Silschede 1958; Stadtarchiv Gevelsberg Reg. 642-03 S Vol. I
    • Bösken, Bernhard: Abschriften der Volkszählungen Silschede 1895 und 1905
    • Bösken, Bernhard: Abschriften der Einwohnerverzeichnisse Silschede 1935 u. 1938, sowie der Adressbücher 1956 und 1963
    • Bösken, Bernhard: Silschede im Zeitraffer, Manuskript, Silschede 2019
    • Bösken, Bernhard: Silscheder Gaststätten im Wandel der Zeit, Manuskript, Silschede 2018
    • Bösken, Bernhard: Der Bergbau in Silschede, Manuskript, Silschede 2020
    • Bösken, Bernhard: Abschrift der Kartei des Winterhilfswerks 1933
    • Das Telefonbuch, Ausgabe Hagen, Schwelm, Carl Hinnerwisch Verlag 2016
    • D-Info Auskunft für Deutschland 2006 (Datenstand 6.10.2005)
    • Ev. Kirchengemeinde Silschede: Taufen, Heiraten Sterbefälle, Kirchenbücher ab 1884
    • Ev. Kirchengemeinde Silschede: Festschrift 1884-1984 100 Jahre ev. Kirchengemeinde Silschede
    • Gemeinde Silschede: Flurkarten 1823/24, aufgenommen durch den Geometer Köhler, berichtigt 1870 durch F. Ringer und 1901 durch den Hilfsarbeiter Ziegenbalg
    • Gemeinde Silschede: Häuserverzeichnis 1928
    • Große-Oetringhaus, Fritz: Niederschrift über die Geschichte des Kaltenhofs, Gevelsberg 1969
    • Heimatverein Gevelsberg: Gevelsberger Berichte 2011
    • Herrmann, Walter: Gevelsberg wie es einmal war, Bände 1-3
    • Kaspers Einwohner-Adressbuch Ennepe-Ruhr-Kreis 1974
    • Kaspers Einwohner-Adressbuch Stadt Gevelsberg 1979
    • Herrmann, Walter: 100 Jahre Stadt Gevelsberg – Das Werden einer Stadt, Gevelsberg 1985
    • Kath. Kirchengemeinde St. Josef, Haßlinghausen, Kirchenbücher 1900-1950
    • Korn, Dr. Margret: Gevelsberg - Geschichte und Gegenwart, Gevelsberg 2007
    • Korn, Dr. Margret – Straßen und Straßennamen der Stadt Gevelsberg, Gevelsberg 2017
    • Külpmann, Erna: Silscheder Vertellkes, Gevelsberg 2/2020
    • Neveling, Fritz: Silscheder Einwohner 1884/1985; Manuskript Silschede 10/1985
    • Offizielles Adreß-Buch für Rheinland-Westphalen, 1838 herausgegeben von Rütger Brüning, Oberbürgermeister von Elberfeld
    • Recklinghausen, Karl Gustav von: Die Geschichte der Familie Reschop; Druck Detmold 1935
    • Sauer, Fritz: Ein Spaziergang durch Silschede, Manuskript um 1994
    • Schwerter, Karl: Silscheder Bauernschaft 1811-1815, Manuskript
    • Silschede im Hagener Geschäfts-Adreßbuch von 1873
    • Stadt Gevelsberg: Bürger erinnern sich, Ein Lesebuch für Erwachsene zu hundertjährigen Stadtgeschichte Gevelsberg, 1985
    • Stadtarchiv Gevelsberg: Melderegister Silschede ab 1970
    • Stadtarchiv Gevelsberg: Müllabfuhrbezirke 1957
    • Stadtarchiv Sprockhövel: Gegenüberstellung der Häuser Haßlinghauser und Silscheder Straße
    • Stadtarchiv Wetter: Nachweis der erteilten Bau-Consense 1894-1896
    • Stamm, Wolfgang: Das Postwesen in Silschede, Manuskript Gevelsberg 2020
    • Website familie-ibing.de: Stammfolgen der Familien Ibing, Berenbruch, Reschop und Rüping, 2019
    • Website familysearch.org: Kirchenbücher Wengern bis 1884
    • Website geoportal.nrw mit aktuellen Katasterkarten und historischen Karten
    • Website nrw-tourismus.de/ex-gruen-in#exgruenin
    • Website Wikipedia

    Fotonachweis

    Zum Glück haben auch in früheren Jahren Fotografen nicht nur Menschen, sondern auch Landschaften und Häuser aufgenommen. Leider existieren von vielen Häusern keine Fotos. Wenn diese Häuser heute noch interessant erschienen, sind aktuelle Fotos benutzt worden.

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    • Böhm, Heinz: Steinhausen, Häuser Nr. 1, 2, 3, 6
    • Ev. Kirchengemeinde Silschede: Kirche
    • Heimatverein Gevelsberg: Zeche Trappe, Neubau Schwelmer Str., Schlagbaum; Häuser Nr. 24 ½, 24 ¼, 28 ½, 35 ½, 38, 57 ½, 58, 58a, 61, 63 (unten), 63 ¾, 67 (Mitte und unten), 70/71, 79, 79 ¾, 87 (unten), 98, 99 (oben)
    • Herrmann, Walter: Silschede Mitte, Häuser Nr. 21a, 26, 59 ½, 60, 64, 85
    • Katepanomegas (Wikipedia Commons): Wappen Großherzogtum Berg
    • Korn, Dr. Margret †: 22, 23, 25a, 40, 69/69a
    • Külpmann, Erna †: Am Hagen, Häuser Nr. 20, 56, 57, 59b, 81, 91, 93, 99a, 105
    • Privatarchiv B. Bösken, Bernhard: Häuser Nr. 18, 21, 25, 27, 27 ½, 28, 52, 60a, 62 ½, 63 (oben), 79, 94 (oben), 96
    • Privatarchiv H. u. V. Echterhoff: Letzte Fahrt Zeche Trappe
    • Privatarchiv P. Hasenkamp: Ellinghausen, Häuser Nr. 82, 83 (unten)
    • Privatarchiv Karl-Heinz Hillringhaus: 24
    • Privatarchiv Klaus Ilberg: Titelbild, 62 ½, 87
    • Privatarchiv R. Meuser: 86
    • Privatarchiv K.-H. Reschop: 62 ½
    • Privatarchiv D. Weißenborn: 11
    • Privatarchiv Lothar Wosnitza: 7, 42, 62, 63 ½, 87 ½, 99 (unten)
    • Stadtarchiv Gevelsberg: 35, 38, 58, 74 ½
    • Stamm, Wolfgang: Vorlage zum Lageplan Zeche Trappe
    • Volkhausen, Hans: alle Straßenkarten, 5, 9, 12, 14, 20a, 29, 30, 30 ½, 31, 33, 34 ½, 40 ½, 41, 43/43a, 44, 47, 48, 49, 50, 54, 57 ¼, 67 (oben), 72a, 72b, 73, 78, 83 (oben), 86, 91, 94 (unten), 95, 101, 102, 103
    • Website s.i.r.a.c.h.: 89
    • Website www.ruhrkohlenrevier.de: Maschinenhaus bei Nr. 12