St. Peter Zechenweg

Steinhausen (um 1935)

Das „Schatzbuch der Grafschaft Mark“ nennt bereits 1486 das heutige Gut Steinhausen. Damals hieß es noch „Hof Enede“ und gehörte Peter Köller. Vermutlich war er aber nur der Pächter, denn in den folgenden drei Jahrhunderten wird das Gut als der Kirchengemeinde Wengern gehörig ausgewiesen, die es 1521 an die Familie Steinhaus verpachtete. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges war das Gut – wie fast alle in der Region – heruntergekommen. Der Steuereinnehmer beschreibt den Zustand: „Das Haus ist baufällig; die Scheuer liegt darnieder. Zum Hof gehören ca. 8 Morgen Land und ca. 2 Morgen Wiesen, 16 Schweins-rechte, Hof und Garten. Der Bauer hat keinen anderen Verdienst; er unterhält eine alte Mutter und 3 Kinder. Hat ein Füllen, mit dem er das Land beackert, 2 eigene und 2 geliehene Kühe, 3 Jahresrinder, 1 Sau mit 3 Ferkeln.“ Dafür waren 3 Reichstaler an Steuern zu entrichten.

Um 1650 begann die Förderung der Zeche St. Peter; ein Stollen verlief direkt unter dem Gut. Dafür schloss die Kirchengemeinde Wengern in Person des Pastor Dröghorn, seines Vikars Wilhelm Samel und des Kirchenmeisters Wennemar Vorberg einen Pachtvertrag mit Thönis Steinhaus, dem Pächter des Gutes. Bei der Teilung der Weniger Mark 1772 erhielt Steinhausen zusätzlich große Flächen an freiem Grundbesitz.

1826 war St. Peter die größte Zeche im gesamten Ruhrgebiet. Der St. Peter Zechenweg (heute Schlebuscher Straße) verband das Abbaugebiet mit dem Dorf und den weiterführenden Straßen nach Gevelsberg und Haßlinghausen. Im westlichen Teil des Gebiets (Hülsey/Berenbruch) war auch die Zeche Trappe angesiedelt. Vom Hülsey führte ein Kohlentreiberweg durch das Blumental in Richtung Oberwengern. Der größte Teil des Schlebuscher Kohlenreviers liegt heute auf dem Gebiet der Stadt Wetter.

Die folgende Karte ist interaktiv:

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